Aktuelles

Inspiration Roericht Wunderkammer

Studio HfG, 1. Februar bis 5. März 2017
Inspiration Roericht

Fotos: Mapping | Blick in die Ausstellung | Mapping. Fotos: Heiko Mozer

Das Roericht-Archiv, seit 2014 im HfG-Archiv Ulm, umfasst Materialien zu Entwurfsprojekten, eine Bibliothek und eine „Sammlung“ des Gestalters Hans (Nick) Roericht, die er über Jahrzehnte zusammengetragen hat. Die Fundstücke brachte Roericht seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Ulmer Büro und den Studierenden seiner Lehrveranstaltung „Design aktuell“ an der HdK Berlin als Anregung mit.

Die vorwiegend in Boxen bewahrte Sammlung ist eine wahre Schatzkiste, nicht nur für Gestalter. Schülerinnen und Schüler des Berufskollegs für Grafik-Design an der Ferdinand-von-Steinbeis Schule Ulm haben die Boxen geöffnet und erkundet. Die Besonderheiten der Sammlung veranschaulichen sie anhand von Plakaten, Fotografien und Zeichnungen. Die Ausstellung im Studio HfG präsentiert die Ergebnisse der Öffentlichkeit.

Hans (Nick) Roericht, geboren 1932, studierte von 1955 bis 1959 an der Hochschule für Gestaltung Ulm. Er führte von 1967 bis 2008 in Ulm das Büro Produktentwicklung Roericht. Auftraggeber waren u.a. Lufthansa, Loewe, NCR und Rodenstock. Intensive Zusammenarbeit mit der Firma Wilkhahn, für die mehrere Stuhlprogramme und eine Serie von Studien entstanden, die sich mit Themen wie „Zukunft des Sitzens“ beschäftigten. Das Stapelgeschirr TC100, Roerichts Diplomarbeit an der HfG Ulm 1959, wurde von 1962 bis 2006 bei Rosenthal produziert. Von 1973 bis 2002 war Roericht Professor für Industrie Design an der Hochschule der Künste Berlin.

Führungen mit SchülerInnen der Steinbeis-Schule

Donnerstag, 9. Februar, 17 Uhr
Donnerstag, 23. Februar, 17 Uhr
Teilnahme 2,- € zzgl. Eintritt

Hochschule für Gestaltung Ulm – Von der Stunde Null bis 1968
Neue ständige Ausstellung im HfG-Archiv Ulm

Von der Stunde Null bis 1968

Fotos, von links nach rechts: unbekannt, Ernst Fesseler, Wolfgang Siol, Wolfgang Siol, Ernst Fesseler, Wolfgang Siol © Ulmer Museum, HfG-Archiv Ulm

Unter dem Titel »Hochschule für Gestaltung Ulm: Von der Stunde Null bis 1968« zeigt das HfG-Archiv, eine Abteilung des Ulmer Museums, eine ständige Ausstellung zur Geschichte der legendären Ausbildungsstätte. In der Zeit ihres Bestehens zwischen 1953 und 1968 entwickelte sich die HfG Ulm zu einer der einflussreichsten Hochschulen für Gestalter weltweit. In Ulm entstanden so ikonische Entwürfe wie der »Ulmer Hocker«, das Stapelgeschirr »TC 100« und die als »Schneewittchensarg« berühmt gewordene Radio-Phono-Kombination »SK 4« der Firma Braun. Das an der HfG entwickelte »ulmer modell«, ein auf Wissenschaft und Technik basierendes Konzept des Designs, setzt bis heute Maßstäbe.

Die Präsentation erstreckt sich auf rund 275 Quadratmeter und zeigt mehr als 200 Exponate und zahlreiche Fotografien aus den umfangreichen Beständen des HfG-Archivs Ulm. In dieser dichten Auswahl und in dem besonders ansprechenden Zusammenhang des historischen Hochschulgebäudes kann die Geschichte der HfG so nur in Ulm erfahren werden.

Für die Ausstellungsgestaltung zeichnen Ruedi Baur und sein Team vom Laboratoire Irb Paris verantwortlich. Ihrem Gestaltungskonzept liegt die Idee zugrunde, das Archiv erlebbar zu machen.

Die Ausstellung gliedert sich in drei große Themenbereiche. Die Stunde Null und die Jahre vor der Gründung der HfG werden schlaglichtartig beleuchtet. Das Kernstück der räumlichen Inszenierung bilden zwei große Regalstrukturen. Das eine Regal stellt die Geschichte der HfG in chronologischer Abfolge dar, gemeinsam mit den in diesen Jahren entstandenen Entwürfen, Modellen und Projekten. Das zweite Regal führt von A bis Z ausgewählte Begriffe und Themen vor, die ganz unterschiedliche Aspekte der HfG Ulm beleuchten helfen. Ergänzend werden die Gründer der HfG, Inge Aicher-Scholl, Otl Aicher und Max Bill, dem Besucher nahegebracht. Zwei große Tische sind für wechselnde Präsentationen vorgesehen. Zur Eröffnung verwandeln sie sich in eine große Zeitung und präsentieren die Presseberichterstattung über die HfG Ulm an prägnanten Beispielen.

Das HfG-Archiv ist seit 1993 eine Abteilung des Ulmer Museums. Mit der Unterstützung von HfG-Ehemaligen, darunter der club off ulm e.v., richtete die Stadt Ulm schon 1987 das HfG-Archiv ein. 2011 bezog das HfG-Archiv Räume im Gebäude der ehemaligen Hochschule für Gestaltung am Hochsträß. Nach einer Erweiterung der Ausstellungsfläche kann das HfG-Archiv ab Herbst 2013 die neue ständige Ausstellung zur Geschichte der HfG Ulm so umfangreich wie nie zuvor präsentieren.

Die Ausstellung wurde unterstützt von der Abteilung für Kultur und Medien der Bundesregierung, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und der Stadt Ulm.