Aktuelles

Walter Zeischegg: Die Natur der Form

Ausstellung zum 100. Geburtstag

im Studio HfG / HfG-Archiv / Museum Ulm
12. November 2017 — 14. Januar 2018
Walter Zeischegg - Die Natur der Form

Fotos, von links nach rechts: Oleg Kuchar, Wolfgang Siol, Oleg Kuchar, Roland Fürst © HfG-Archiv / Museum Ulm 2017

Aus Anlass des hundertsten Geburtstags von Walter Zeischegg präsentiert das Studio HfG eine Ausstellung mit Skulpturen, Modellen und Zeichnungen aus dem Nachlass.

Walter Zeischegg (1917–1983) war der Hochschule für Gestaltung seit ihren Anfängen eng verbunden. 1951 holt ihn Max Bill nach Ulm. Zunächst ist er als Sachbearbeiter im Aufbaubüro der HfG tätig. Dort bereitet er die Einrichtung der Werkstätten und die Abteilung Produktform vor. Ab 1953 unterrichtet Walter Zeischegg als Dozent in der Abteilung Produktgestaltung.

Der an der Wiener Akademie der Bildenden Künste als Bildhauer ausgebildete Walter Zeischegg war immer auch an der freien Form interessiert. Besonders faszinierten ihn geometrische Strukturen, wie sie in der Natur zu finden sind. Seit 1963 arbeitete er wieder verstärkt im skulpturalen Bereich.

Aus dem umfangreichen, im HfG-Archiv bewahrten Nachlass, ist eine abwechlungsreiche Auswahl von Arbeiten zu sehen, die den Blick auf Walter Zeischegg als Bildhauer freigeben.

Öffentlichen Führungen

Donnerstag, 23.11., 7.12., 21.12.2017, 04.01.2018, jeweils 18.30 Uhr
Sonntag, 10.12.2017, 14.01.2018, jeweils 15 Uhr

Vortrag

Dr. Martin Mäntele
„Neonlicht: Material für Design und Kunst“
Kleiner Hörsaal, HfG-Gebäude, 3. OG, Am Hochsträß 8, 89081 Ulm
Do, 14.12., 19 Uhr

Hochschule für Gestaltung Ulm – Von der Stunde Null bis 1968
Neue ständige Ausstellung im HfG-Archiv Ulm

Von der Stunde Null bis 1968

Fotos, von links nach rechts: unbekannt, Ernst Fesseler, Wolfgang Siol, Wolfgang Siol, Ernst Fesseler, Wolfgang Siol © Ulmer Museum, HfG-Archiv Ulm

Unter dem Titel »Hochschule für Gestaltung Ulm: Von der Stunde Null bis 1968« zeigt das HfG-Archiv, eine Abteilung des Ulmer Museums, eine ständige Ausstellung zur Geschichte der legendären Ausbildungsstätte. In der Zeit ihres Bestehens zwischen 1953 und 1968 entwickelte sich die HfG Ulm zu einer der einflussreichsten Hochschulen für Gestalter weltweit. In Ulm entstanden so ikonische Entwürfe wie der »Ulmer Hocker«, das Stapelgeschirr »TC 100« und die als »Schneewittchensarg« berühmt gewordene Radio-Phono-Kombination »SK 4« der Firma Braun. Das an der HfG entwickelte »ulmer modell«, ein auf Wissenschaft und Technik basierendes Konzept des Designs, setzt bis heute Maßstäbe.

Die Präsentation erstreckt sich auf rund 275 Quadratmeter und zeigt mehr als 200 Exponate und zahlreiche Fotografien aus den umfangreichen Beständen des HfG-Archivs Ulm. In dieser dichten Auswahl und in dem besonders ansprechenden Zusammenhang des historischen Hochschulgebäudes kann die Geschichte der HfG so nur in Ulm erfahren werden.

Für die Ausstellungsgestaltung zeichnen Ruedi Baur und sein Team vom Laboratoire Irb Paris verantwortlich. Ihrem Gestaltungskonzept liegt die Idee zugrunde, das Archiv erlebbar zu machen.

Die Ausstellung gliedert sich in drei große Themenbereiche. Die Stunde Null und die Jahre vor der Gründung der HfG werden schlaglichtartig beleuchtet. Das Kernstück der räumlichen Inszenierung bilden zwei große Regalstrukturen. Das eine Regal stellt die Geschichte der HfG in chronologischer Abfolge dar, gemeinsam mit den in diesen Jahren entstandenen Entwürfen, Modellen und Projekten. Das zweite Regal führt von A bis Z ausgewählte Begriffe und Themen vor, die ganz unterschiedliche Aspekte der HfG Ulm beleuchten helfen. Ergänzend werden die Gründer der HfG, Inge Aicher-Scholl, Otl Aicher und Max Bill, dem Besucher nahegebracht. Zwei große Tische sind für wechselnde Präsentationen vorgesehen. Zur Eröffnung verwandeln sie sich in eine große Zeitung und präsentieren die Presseberichterstattung über die HfG Ulm an prägnanten Beispielen.

Das HfG-Archiv ist seit 1993 eine Abteilung des Ulmer Museums. Mit der Unterstützung von HfG-Ehemaligen, darunter der club off ulm e.v., richtete die Stadt Ulm schon 1987 das HfG-Archiv ein. 2011 bezog das HfG-Archiv Räume im Gebäude der ehemaligen Hochschule für Gestaltung am Hochsträß. Nach einer Erweiterung der Ausstellungsfläche kann das HfG-Archiv ab Herbst 2013 die neue ständige Ausstellung zur Geschichte der HfG Ulm so umfangreich wie nie zuvor präsentieren.

Die Ausstellung wurde unterstützt von der Abteilung für Kultur und Medien der Bundesregierung, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und der Stadt Ulm.