Gebäude

Unterricht auf der Terrasse

Studenten auf der Terrasse des HfG-Gebäudes, 1955
Foto: Sisi von Schweinitz

Der Campus bestimmte den Tagesablauf, die Zusammenarbeit und das Zusammenleben zwischen Studenten und Dozenten, bedeutete sowohl Wohn- und Lebensraum als auch Arbeits- und Lehrstätte.

Weil der Gebäudekomplex nicht im Zentrum einer Stadt liegt, musste er für die Benutzer Außergewöhnliches leisten. Bill betont die Analogie mit einem Dorf, Mensa und Theke übernehmen in seinen Planungen die Funktion des im Mittelpunkt befindlichen Platzes. Die Theke, einzig geschwungenes Element innerhalb der Gesamtanlage der HfG, stellt einen einladenden Ort für viele Menschengruppen dar und bietet gleichzeitig kurze Bedienwege. Von der Mensa durch variable Wände abgetrennt, befindet sich die Aula, ein Raum für Festlichkeiten, Konzerte oder Vorführungen.

Studentenatelier

Innenansicht eines Dozentenhauses, 1955
Foto Ernst Hahn

Mensa

Mensa im HfG-Gebäude
Foto Ulrich Burandt

Alle Innenausbauten und Möblierungen wurden aus dem Gedanken einer flexiblen Nutzung entwickelt. Wie zum Beispiel der Ulmer Hocker, diesen besaßen in der Anfangszeit der Hochschule alle Studenten und Dozenten. Ob nun als Sitzgelegenheit, tragbares Tablett oder Tisch, man nutzte ihn wie er gebraucht wurde und nahm ihn dorthin mit wo er gebraucht wurde. Die Hocker funktionierten in den Unterrichtsräumen genauso gut wie in der Mensa, in den Zimmern des Wohnturmes oder auf der Terrasse.

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