Geschichte

Bill im Unterricht

Max Bill im Unterricht, 1955
Foto Ernst Hahn

Max Bill und Charles Eames

Max Bill und Charles Eames in Ulm, 1955
Foto Ernst Hahn

»Das Ulmer Modell«

(Otl Aicher, »archithese 15«, 1975)

Die Zeit zwischen 1953 und 1956 war geprägt von Max Bill als erstem Rektor. Dieser verstand die HfG als eine Weiterführung des »Bauhauses«, wie bereits 1952 in einem Schulprospekt offiziell erklärt wurde. Doch schon im Jahr 1956 fanden die ersten offenen Kontroversen über den pädagogischen Aufbau und das Lehrprogramm statt. Entgegen dem Konzept der »Bauhaus-Anhänger« forderten die jüngeren Dozenten ein eigenständiges, an Wissenschaft und Theorie orientiertes Ausbildungsmodell. Der Designer sollte nicht mehr übergeordneter Künstler, sondern gleichwertiger Partner im Entscheidungsprozess der industriellen Produktion sein. Dies betonte Tomás Maldonado in seiner programmatischen Rede auf der Weltausstellung in Brüssel 1958. Unzufrieden mit dem »Ulmer Modell« und der Form einer kollektiven Leitung, eines so genannten Rektoratskollegiums, trat Max Bill als erster Rektor zurück und verließ schließlich 1957 die HfG.

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